Das Nadelöhr: Wenn das Monitoring erst im Nachhinein warnt
MOXIS ist eine führende europäische Plattform für rechtssichere E-Signaturen mit Standorten in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Höchste Verfügbarkeit und kompromissloser Datenschutz sind hier kein optionales Extra, sondern das Fundament des gesamten Geschäftsmodells.
Bislang lief die Überwachung der komplexen Infrastruktur traditionell ab. Das bedeutete im Alltag konkrete Hürden:
- Reaktives Handeln: Probleme und Performance-Einbußen fielen meist erst auf, wenn sie bereits auftraten.
- Schleichender Qualitätsverlust: Langsame Verschlechterungen der Systeme blieben im Grundrauschen des Betriebs oft unentdeckt.
- Hoher Suchaufwand: Kam es zu einer Störung, mussten die Ursachen zeitaufwendig über manuelle Analysen isoliert werden.
Für ein Unternehmen, das mit sensiblen Kundendaten arbeitet, war das auf Dauer keine Option. Das Ziel war klar definiert: Probleme erkennen und lösen, bevor sie überhaupt bei den Anwendern ankommen.
Die Architektur: Alle Daten an einem zentralen Ort
Gemeinsam bauten MOXIS und EBCONT eine zentrale Observability-Lösung auf Basis des Elastic Stack auf. Die Logdaten aller über 400 Systeme fließen nun in einem performanten Elastic-Cluster zusammen. Statt isolierter Einzellösungen gibt es jetzt einen einzigen, konsolidierten Blick auf den Zustand der gesamten Infrastruktur.
Java-basierte Anwendungen werden zusätzlich über ein Application Performance Monitoring überwacht. Dadurch werden Engpässe direkt an der Wurzel sichtbar und nicht erst, wenn das System spürbar langsamer wird. Das Projekt wurde strukturiert in vier Phasen umgesetzt: von der Bestandsanalyse über den Aufbau eines robusten Clusters bis zur schrittweisen Integration erster Dashboards und Alarme. Seit dem Start im Jahr 2023 wird das System kontinuierlich um neue Datenquellen erweitert.
Die Früherkennung: Automatische Analyse statt manueller Suche
Auf dieser konsolidierten Datenbasis übernehmen automatisierte Machine-Learning-Prozesse die eigentliche Detektivarbeit. Sie analysieren kontinuierlich die Performance-Muster, verknüpfen Logdaten selbstständig und erkennen untypische Abweichungen sofort.
Sobald Unregelmäßigkeiten auftreten, greifen automatisierte Alarmierungs-Pipelines. Das integrierte SLA-Monitoring ist fest mit den täglichen Betriebsprozessen verzahnt. Das Operations-Team kann frühzeitig gegensteuern und potenzielle IT-Probleme im Keim ersticken. Die Zahl der reaktiven Support-Tickets sinkt dadurch spürbar.
„Mit Elastic Observability haben wir den Sprung zum proaktiven Betrieb geschafft. Wir erkennen Fehler und Performance-Probleme heute, bevor unsere Kunden ein Ticket erstellen müssen. Es ist ein grundlegender Baustein für die Qualität unseres SaaS-Betriebs geworden.“
— Stephan Kochauf, COO von MOXIS
Kompromissloser Datenschutz: Intelligente Analyse komplett On-Premise
Ein entscheidender Faktor unterscheidet dieses Projekt von klassischen Cloud-Lösungen: Die gesamte Infrastruktur läuft vollständig On-Premise und containerisiert über Docker in einem österreichischen Rechenzentrum. Es fließen keine sensiblen Signatur- oder Protokolldaten in externe Cloud-Umgebungen ab. Das Projekt beweist, dass sich modernste Früherkennung und strenge europäische Datenschutzstandards perfekt ergänzen.
Was SaaS-Betreiber aus diesem Projekt lernen können
Das Beispiel MOXIS zeigt deutlich: Vorausschauendes Monitoring ist keine Frage der Unternehmensgröße, sondern der richtigen Architektur. Wer komplexe Software-Strukturen stabil betreiben und gleichzeitig die volle Datenhoheit behalten möchte, findet in dieser On-Premise-Architektur die passende Antwort.
Möchten Sie Ihr IT-Monitoring ebenfalls von reaktiv auf proaktiv umstellen? Lassen Sie uns unverbindlich darüber sprechen, wie eine moderne Observability-Infrastruktur für Ihre Systeme aussehen kann.
Ihr Ansprechpartner für einen direkten Austausch: Christoph Eder, Leitung EBCONT Graz & Prokurist