Christopher Anderlik
22. Oktober 2026
·
2 MIN Lesedauer

Die resiliente Organisation: Sicherheit stärken, Entscheidungsfreiheit bewahren

Security Monitoring, AI Governance und digitale Souveränität standen am 12. Oktober 2026 in der Österreichischen Botschaft in Berlin im Mittelpunkt. Gemeinsam mit consistec, Tines und STACKIT widmete sich EBCONT der Frage, wie Organisationen Risiken frühzeitig erkennen und ihre technologische Handlungsfähigkeit langfristig sichern können.

Im Vorfeld der Smart Country Convention verband „Die resiliente Organisation“ drei Fachvorträge mit einem Executive Roundtable. Dabei trafen Perspektiven aus IT-Sicherheit, Automatisierung und Cloud-Technologie auf Erfahrungen aus Energiewirtschaft und kritischer Infrastruktur.

„Wir sind gekommen, um zu bleiben.“
- Christopher Anderlik, EVP, EBCONT

Diese Aussage von Christopher Anderlik bezog sich auf den neuen EBCONT-Standort in Berlin und verband sich mit einem Leitgedanken der Veranstaltung: Technologische Entscheidungsfreiheit braucht langfristiges Engagement und einen verantwortungsvollen Umgang mit den verfügbaren Möglichkeiten.

Security Monitoring muss auch die OT erfassen

Thomas Sinnwell von consistec beleuchtete die Rolle von Security Monitoring innerhalb einer Cybersicherheitsstrategie. Sein Augenmerk galt einer häufigen Lücke: Während Organisationen ihre klassische IT gut im Blick haben, erhält die operative Technologie, kurz OT, oft weniger Aufmerksamkeit.

Dort sind mitunter Systeme im Einsatz, die seit mehr als zehn Jahren kein Update erhalten haben. Solche veralteten Komponenten können erhebliche Sicherheitsrisiken darstellen. Für wirksame Prävention braucht es deshalb Transparenz über beide Bereiche. Monitoring schafft die Grundlage, um Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und Sicherheitsmaßnahmen gezielt anzusetzen.

Automatisierung braucht klare Governance

Robert Haarmeyer von Tines widmete sich dem Zusammenspiel von Automatisierung und AI Governance. Er veranschaulichte, wie KI-gestützte Abläufe helfen können, vermeidbare Fehler zu reduzieren und die Arbeit von IT und Security effizienter zu gestalten.

Mit dem Einsatz von KI wächst zugleich der Bedarf an Kontrolle: über Daten, eingesetzte Technologien und die Ausführung automatisierter Prozesse. Der Vortrag verband damit den Nutzen der Automatisierung mit der Frage, wie Organisationen diese Abläufe sicher betreiben und nachvollziehbar steuern können.

Open Source erweitert die technologische Entscheidungsfreiheit

Rick Rackow von STACKIT stellte Open Source als Grundlage digitaler Souveränität in den Mittelpunkt. Offene Technologien schaffen Möglichkeiten, Abhängigkeiten bewusster zu gestalten und eigene Handlungsspielräume zu bewahren.

Dabei ging es um eine differenzierte Bewertung. Auch proprietäre Software hat ihre Berechtigung. Organisationen müssen abwägen, welche Lösung für welchen Einsatz geeignet ist und welche Abhängigkeiten sie damit eingehen.

Energiewirtschaft und KI-Ethik am Executive Roundtable

Im anschließenden Executive Roundtable diskutierten:

- Karl Eberhard Hunke, Vorstand, CUT POWER AG
- Wiebke Apitzsch, CTO, AI.IMPACT
- Steffen Heyde, Director, secunet Security Networks AG
- Roland Klauss, CEO, ADS-TEC Energy Austria

Die Runde führte die technischen Themen auf die Ebene unternehmerischer Verantwortung. Im Gespräch ging es um Souveränität in der Energiewirtschaft ebenso wie um ethische Fragen beim Einsatz von KI. Dabei wurde deutlich, wie eng technologische Abhängigkeiten, Governance und langfristige Handlungsfähigkeit zusammenhängen.

Durch den Abend führte der österreichische Journalist und langjährige Berlin-Korrespondent Ewald König. Neben der fachlichen Diskussion sorgte er mit seinem Blick auf deutsche Kaffeekultur und österreichischen „Café“-Charme für einen humorvollen Moment.

Beim gemeinsamen Dinner wurden die Gespräche fortgesetzt. EBCONT bedankt sich bei allen Vortragenden, den Gästen des Roundtables und allen Teilnehmer:innen sowie bei der Österreichischen Botschaft Berlin und ADVANTAGE AUSTRIA für die Gastfreundschaft und Unterstützung.

Die nächsten Schritte zu einer resilienten IT

EBCONT unterstützt Organisationen dabei, Sicherheitsrisiken zu bewerten, KI kontrolliert einzusetzen und technologische Abhängigkeiten bewusst zu gestalten. In einem ersten Gespräch klären wir, wo der größte Handlungsbedarf liegt und welche Schritte sinnvoll sind.