Die Normenproduktion braucht eine strukturierte digitale Basis
Austrian Standards produziert jährlich rund 60 eigene Normen und implementiert etwa 1.050 CEN-Dokumente. Die über viele Jahre gemeinsam mit EBCONT entwickelte Plattform Create! unterstützt die nationalen Normungsprozesse und die Verwaltung der Metadaten.
Mit steigenden Anforderungen an Automatisierung und digitale Produkte sollte die bestehende Systemlandschaft modernisiert werden. Ziel war eine XML-first-Architektur, die Altsysteme ablöst und externe Systeme integriert. Strukturierte Inhalte sollen dabei die Grundlage für automatisierte Abläufe und die weitere Nutzung der Normen bilden.
Ein durchgängiger Workflow führt vom PDF zur strukturierten Norm
EBCONT begleitet Austrian Standards als Systemintegrator. SiteFusion CMS und der Fonto XML-Editor bilden die Kernkomponenten der neuen Architektur.
Der bereits umgesetzte Workflow beginnt bei bestehenden PDF-Inhalten. Samosa erstellt daraus automatisiert deutschsprachige XML-Rohfassungen. Diese durchlaufen in SiteFusion die Qualitätsprüfung und Prozesssteuerung, bevor sie in Create! für die Normenproduktion bereitgestellt werden.
Camunda übernimmt die automatisierte Abwicklung der in BPMN 2.0 beschriebenen Prozesse. Zum technischen Setup gehören XML, DITA und NISO-STS. Typefi und InDesign unterstützen die weitgehend automatisierte PDF-Produktion.
Damit verbindet die Lösung die strukturierte Aufbereitung vorhandener Inhalte mit der weiteren Verarbeitung und Produktion.
KI-Services ergänzen die Produktion und Erschließung der Inhalte
In die Lösung sind KI-Services für die Erstellung von Metadaten und die Verschlagwortung integriert. Hinzu kommen eine intelligente Suche und die automatisierte Generierung von Alt-Texten für die barrierefreie Nutzung von Inhalten.
Die Infrastruktur läuft on-premises auf Kubernetes. Dieser Betrieb unterstützt die hohen Anforderungen von Austrian Standards an Datensouveränität.
Maschinenlesbare Normen schaffen die Basis für neue digitale Angebote
Mit SMART Standards hat Austrian Standards das technische Fundament für die Weiterentwicklung seiner Normenproduktion geschaffen. Der Workflow vom PDF über Samosa und SiteFusion bis zu Create! ist bereits umgesetzt. Darauf können weitere digitale Angebote aufbauen.
Als nächster Schritt ist die Anbindung von ONE für digitale Produkte und neue Geschäftsmodelle geplant. Multichannel-Publishing und weitere digitale Services gehören zu den zukünftigen Nutzungsmöglichkeiten der strukturierten Inhalte.
Erich Zeisl, Head of Production bei Austrian Standards, beschreibt den Nutzen so:
„Mit SMART Standards machen wir Normen maschinenlesbar, effizienter produzierbar und zur Grundlage neuer digitaler Services.“
Du möchtest Deine Content-Produktion automatisieren und Inhalte für neue digitale Angebote nutzbar machen? Jürgen Ritschka-Kohl unterstützt Dich gerne bei der Klärung der passenden nächsten Schritte.