Lars Schlatermund
7. Oktober 2026
·
2 MIN Lesedauer

Beacon: Die Zukunft der Normenentwicklung

Die American Welding Society führt mit Beacon Autorenarbeit, Review, Gremienmanagement und Publikation auf einer Plattform zusammen. Gemeinsam mit EBCONT und Fonto schafft sie damit die Grundlage für strukturierte, maschinenlesbare Normen.

Rund 300 technische Komitees, Subkomitees und Arbeitsgruppen wirken an der Normenentwicklung der American Welding Society (AWS) mit. Dieser konsensbasierte Prozess erfordert die Zusammenarbeit vieler Fachexpert:innen. Über die Jahre hatte sich ihre Arbeit jedoch auf zahlreiche Tools und Dateiformate verteilt. Beacon bündelt die zentralen Schritte in einer gemeinsamen Umgebung und legt zugleich eine einheitliche Datenbasis für den gesamten Lebenszyklus der Normen an.

Eine gemeinsame Plattform vereinfacht die Zusammenarbeit

Entwürfe entstanden in Word, Tabellen in Word oder Excel. Abstimmungen und Reviews liefen per E-Mail, finale Dateien wurden in FrameMaker und Acrobat produziert. Manche Kommentare gingen noch per Post oder Fax ein. Bevor AWS eine neue Plattform einführte, gestaltete die Organisation zunächst die zugrunde liegenden Prozesse neu. Ziel war, die Zusammenarbeit zu vereinfachen und Normen als strukturierte, maschinenlesbare Daten nutzbar zu machen.

Gemeinsam mit EBCONT und Fonto entwickelte AWS dafür Beacon. Die Plattform verbindet Autorenarbeit, Review, Gremienmanagement und Publikation. So arbeiten Autor:innen und Mitglieder der Komitees in einer integrierten Umgebung, die die zentralen Schritte der Normenentwicklung abbildet.

Normen werden von Beginn an strukturiert erstellt

FontoXML bildet die Grundlage für Bearbeitung, Review und Publikation. Im Backend dient NISO-STS als strukturiertes XML-Format. Inhalte werden damit von Beginn an strukturiert erstellt, verwaltet und konsistent wiederverwendet.

Die technische Komplexität bleibt für die Anwender:innen weitgehend im Hintergrund. Fachexpert:innen können sich auf die Inhalte konzentrieren, ohne direkt mit XML oder Ontologien arbeiten zu müssen. Beacon verbindet damit die fachliche Arbeit an Normen mit einer einheitlichen Datenbasis für ihre weitere Nutzung.

Direktes Feedback unterstützt die gemeinsame Weiterentwicklung

Die Umsetzung erfolgte agil und im direkten Austausch mit dem Fonto-Produktteam. Rückmeldungen der American Welding Society flossen in die Weiterentwicklung von Fonto ein. So konnte die Zusammenarbeit auch zur Verbesserung des eingesetzten Produkts beitragen.

Peter Portela, Director, Standards Product Development bei AWS, beschreibt die Zusammenarbeit mit EBCONT so:

„Mit der Unterstützung von EBCONT konnten wir unsere Plattform in nur drei Monaten strategisch neu konzipieren und aufbauen. Mit umfassender Engineering-Expertise, modernen Technologien, KI-gestützter Entwicklung und Agentic Coding hat EBCONT uns dabei ermöglicht, eine skalierbarere Architektur zu schaffen und unsere Time-to-Market deutlich zu verkürzen.“

Maschinenlesbare Normen eröffnen neue Nutzungsmöglichkeiten

Beacon schafft eine einheitliche Grundlage für die Arbeit mit Normen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg. Strukturierte Inhalte eröffnen dabei Möglichkeiten, die über die klassische Publikation hinausreichen.

Die Plattform legt die Basis für abfragbare Tabellen, Machine-to-Machine-Integration und KI-gestützte Tools sowie die Anbindung an Engineering- und Requirements-Systeme.

Technische Inhalte strukturiert nutzbar machen

Du möchtest die Entwicklung und Publikation technischer Inhalte auf einer gemeinsamen Plattform zusammenführen? Lars Schlatermund bespricht mit Dir gerne, wie sich Deine Prozesse und Inhalte dafür aufbereiten lassen.

Kontakt: lars.schlatermund@ebcont.com